Die Produktion aller europäischen Tubenhersteller belief sich im Jahr 2018 auf beachtliche 15,5 Milliarden Tuben. Die Mitgliedsunternehmen des europäischen Tubenherstellerverbandes, Etma, trugen den Löwenanteil dieser Zahl bei: 10,9 Milliarden Tuben und damit rund 70 Prozent der Gesamtmenge. Der Verband erläutert, das sei ein Wachstum von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Einschätzung der Zahlen von Etma-Präsident Oliver Höll ist ebenfalls positiv: „Wir erwarten auch für 2019 eine stabile Nachfrage nach Tuben, da sich unsere wichtigsten Märkte, nämlich Kosmetik, Pharmazeutika, Zahnpasta und Lebensmittel, als sehr robust erweisen. Wir sind jedoch etwas besorgt über die erheblichen Kostensteigerungen für Energie, Transport, Lacke und Druckfarben. “
Von den 15,5 Milliarden Tuben, die europäische Hersteller im Jahr 2018 an die verschiedenen Verpackungsmärkte lieferten, wurden 38 Prozent aus Laminat hergestellt. Aluminiumtuben liegen mit einem Anteil von 35 Prozent knapp dahinter, die restlichen 27 Prozent bestehen aus Kunststoff.
Der breit diversifizierte Kosmetiksektor ist mit einem Anteil von 47 Prozent an der Jahresproduktion mit Abstand der größte Markt für Tuben in Europa. Es folgen die Märkte für Zahnpasta und pharmazeutische Produkte, auf die jeweils rund 20 Prozent entfallen. Der Lebensmittelsektor mit rund 8 Prozent und Haushaltswaren mit rund 5 Prozent sind ebenfalls wichtige Endmärkte.
Der Etma World Tube Congress, der am 23. Mai 2019 in Hamburg stattfindet, bietet eine gute Gelegenheit, die gesamte Lieferkette für die Tube als Verpackungsmaterial zusammenzuführen. Neben der Erörterung der aktuellen Marktentwicklungen und der neuesten Verpackungstrends werden auch Trends im Konsumverhalten in ganz Europa, innovative Optimierungen in der Lieferkette sowie die aktuellen Megatrends Nachhaltigkeit und digitale Transformation diskutiert.