Kosmetika steigen immer rascher zum neuen Exportmotor Koreas auf. Noch vor drei Jahren verzeichnete die Branche ein Defizit, doch seitdem ging es aufwärts. Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von mehr als 8,5 Milliarden Dollar produziert. Während sich die koreanischen Kosmetik-Hersteller über ein enormes Wachstum freuen, stottert die Exportindustrie insgesamt. Zum Thema sagt der Forscher Kim Kwang-seok von der Graduiertenschulde für Internationale Studien an der Hanyang-Universität:
Nach einem Bericht des Ministeriums für Nahrungs- und Arzneimittelsicherheit, erhöhte sich 2015 die Produktion der lokalen Kosmetik-Hersteller um 19,6% auf fast 9,2 Milliarden Dollar, von etwa 7,6 Milliarden Dollar 2014. Seit 2010 gab es jedes Jahr zweistellige Wachstumsraten, im Durchschnitt etwa 13%. Der Löwenanteil der Exporte mit mehr als einer Milliarde Dollar ging nach China. Es folgen Hongkong mit fast 600 Millionen, die USA mit mehr als 171 Millionen und Japan mit fast 120 Millionen Dollar. Bemerkenswert ist auch, dass die Produkte nicht nur in die chinesisch sprechenden Länder und die USA, sondern auch nach Frankreich und in andere europäische Länder sowie in südostasiatische Länder wie Myanmar exportiert werden.
Im vergangenen Jahr stiegen die Kosmetikexporte um 44%, während der Import um nur 3,83% zulegte. Es wurde somit ein Handelsplus von fast 1,5 Milliarden Dollar erzeugt. Auch die Zahl der Exportziele ist größer geworden. Allein die Exporte nach Frankreich wuchsen 2015 im Jahresvergleich um 149% und die nach Myanmar und Kasachstan um 84% beziehungsweise um 52%. Der Erfolg lässt sich vor allem auf die verbesserte Produktqualität zurückführen.