Am frühen Sonntagabend endete der weltweit größte 24-Stunden-Shopping-Marathon in China. Handels-Riese Alibaba bescherte auch dem Männer-Shampoo Alpecin einen neuen Rekord. Alibaba verzeichnete laut eigener Meldung einen Umsatz von rund 31 Milliarden US-Dollar am heutigen Tag und legte damit erneut zu. (Gesamtergebnis 2017: 25,3 Milliarden US- Dollar).
Auch der Shampoo-Hersteller aus Bielefeld erreichte einen neuen jemals erzielten Verkaufsrekord. Binnen 24-Stunden setzte das Unternehmen allein im eigenen digitalen Flagship-Store 30.000 Produkte ab und rechnet mit einer Gesamtmenge von 60.000 verkaufter Shampoo-Flaschen. Erst im Jahr 2009 von Alibaba initiiert, sprechen nicht nur Brancheninsider inzwischen vom global größten E-Commerce-Event. Black-Friday oder Cyber-Monday sind aus den USA und inzwischen vielen europäischen Märkten als Umsatzmaschinen bekannt. Seit etwas mehr als zwei Jahren vertreibt Alpecin Produkte gegen Haarausfall in China. Neben stationären Drogeriemärkten sorgen auch asiatische Online-Plattformen wie Alibaba, Tmall oder JD, die in Europa mit Amazon oder Ebay vergleichbar sind, für Verfügbarkeit.
Acht Mitarbeiter des erfolgreichen Familienunternehmens, die von Shanghai aus für den chinesischen Markt Vertrieb und Marketing steuern, hatten sich bereits seit Wochen auf diesen Ausnahmetag vorbereitet. „Kurz vor Mitternacht war die Anspannung spürbar“, sagte Fabian Schneider, der das Geschäft in China und Nord-Asien verantwortet. In der Nacht von Samstag auf Sonntag herrschte im Büro höchste Konzentration, denn neben Auswertungen von Verkaufszahlen unterschiedlichster Handelsplattformen, galt es auch auf Verbraucheranfragen schnellstens zu reagieren.
24 Stunden-Standleitung nach Deutschland
Gleichzeitig bestand eine Standleitung nach Deutschland, um die Zwischenstände Tag und Nacht zu berichten. Der geschäftsführende Gesellschafter, Eduard R. Dörrenberg, der das Asiengeschäft persönlich in den vergangenen vier Jahren von Singapur aus aufbaute, zeigte sich hoch zufrieden: „Im letzten Jahr konnte ich das Megaereignis live in Asien verfolgen. In diesem Jahr haben wir unsere Aktivitäten in China konsequent weiter ausgebaut und die Anzahl der Online-Plattformen, in denen unsere Produkte verfügbar sind, deutlich ausgebaut. Daher rechnen wir über alle beteiligten Handelsplattformen sogar mit einer Verdreifachung vom Ergebnis des „SinglesDay 2017“, sagte Dörrenberg. Das Unternehmen ist seit acht Jahren in Asien aktiv, mit Einstieg in China habe man sich bewusst Zeit gelassen. „Das Land ist gigantisch groß und unser Potential ebenfalls. Jetzt sehen wir dort unseren Markt mit der höchsten Dynamik im internationalen Vergleich“, sagte Dörrenberg. Nachdem im Vorjahr mit rund 20.000 Flaschen Shampoo beim 24h-Online-Shopping etwa eine Sattel-Schlepper-Ladung aus Bielefeld nach China verkauft werden konnte, ist in diesem Jahr beim sogenannten Double11-Shopping-Event eine neue Schallmauer durchbrochen. „Wir haben uns intensiv nicht nur in China, sondern auch in der Bielefelder Produktion und Logistik auf diese Herausforderung vorbereitet“, so Dörrenberg weiter. In Premium-Supermärkten seien in den letzten Wochen bereits spezielle Aktionspakete mit Coffein-Shampoo und Coffein-Liquid angeboten worden, womit die Verzahnung von Online- und stationären Aktivitäten optimal umgesetzt wurde. In der Verbindung beider Welten sieht Dörrenberg auch zukünftig eine der Hauptaufgaben für die erfolgreiche Vermarktung seiner Produkte in mehr als 50 Ländern weltweit.