Die Meerespflanze ist als Vitalstoffspender bekannt. Nun macht ihn sich die Mode-Firma "Twosquaremeter" zunutze. Schon lange macht sich die Wellness-Industrie Algen in der Thalasso-Therapie zunutze. Bädern oder Packungen mit dem Vitalstoffspender werden entschlackende Wirkung nachgesagt. Jetzt hat das neue deutsche Label "Twosquaremeter" eine Mode-Kollektion mit 25-prozentigem Algenfaseranteil herausgebracht: Tops, Shirts, Pullover und Strickjacken gibt es im Herbst/Winter 2011/12.Ähnlich wie Leinen wirkt die Seacell-Faser klimaregulierend, kühlt bei Hitze und wärmt bei Kälte. "Die Stoffe sind antibakteriell und geruchsbindend. Man kann sie sogar beim Dauerlauf tragen ohne Deo benutzen zu müssen", sagt Christine Zillich. Zusammen mit ihrer Freundin Carola Falk hat sie vergangenes Jahr nahe München die Firma "Twosquaremeter" gegründet. "Zwei Quadratmeter" – so viel umfasst die durchschnittliche Hautoberfläche eines Menschen. Und die wird von Zillich und Falk mit Naturfasermode ausgestattet.
Dass Vitamine und Mineralien in den Algentextilien vorkommen, haben nicht-medizinische Laboruntersuchungen des "SGS Institut Fresenius" bestätigt. Kosmetik zum Anziehen. Ob das aber auch etwas taugt? Der Dermatologe Prof. Hans Meffert aus Berlin ist skeptisch: "Algen haben sicher interessante Inhaltsstoffe. Ihre Wirksamkeit für die Haut ist aber medizinisch noch nicht bewiesen."