Die Konsumausgaben für Produkte der Schönheitspflege und der Haushaltspflege wachsen 2016 insgesamt um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr*. Gestiegen ist auch der Betrag, den die Menschen in Deutschland durchschnittlich pro Kopf in Schönheits- und Haushaltspflegeprodukte investieren. Er liegt mit 215 Euro um 1,9 Prozent über dem Wert des Jahres 2015 und deutlich über dem EU-Mittelwert. Nach der Gesamtjahreshochrechnung des IKW geben Verbraucher in Deutschland dieses Jahr über 300 Mio. Euro mehr für Kosmetika und Waschmittel aus als 2015; insgesamt rund 18,2 Milliarden Euro. So können beide Kategorien ihre Position nahezu unverändert halten.
Für Kosmetika geben die Verbraucher dieses Jahr über 200 Millionen Euro mehr aus als 2015; insgesamt rund 13,6 Mrd. Euro. Jeweils rund drei Mrd. Euro tragen erneut Shampoos, Colorationen & Co sowie Haut- und Gesichtspflegemittel zum Gesamtumsatz bei. Mut zu Farbe und Styling zeigen Frauen in Deutschland, die mit starkem Interesse an Mascara, Lippenstift und Nagellack der Kategorie Dekorative Kosmetik mit plus 6,5 Prozent den höchsten Wachstumssprung aller Produktgruppen bescheren.
Ebenfalls überproportional steigt die Nachfrage nach Deos (plus 4,6 Prozent), Düften für den Mann (plus 4,3 Prozent) sowie Bade- und Duschzusätzen (plus 4,2). Höhere Gesamtwerte erzielen auch Mund- und Zahnpflege (plus 2,7 Prozent), Seifen und Syndets (plus 2,4 Prozent) und Babypflegemittel.
Damendüfte und 2 Enthaarungsmittel bleiben auf Vorjahresniveau, während Rasierpflege sowie Aftershave um 2,6 Prozent und 2,5 Prozent an Wert einbüßen.
Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel: 2 % Plus
Die Ausgaben für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel steigen um zwei Prozent auf 4,6 Mrd. Euro. Mit Abstand stärkste Produktgruppe dieser Sparte sind Universal-, Voll- und Colorwaschmittel, die dem Handel 1,2 Mrd. Euro Umsatzbeitrag bescheren. Dieser Wert liegt mit 0,7 Prozent leicht über Vorjahr. Reinigungsmittel und Geschirrspüler, die mit 981 und 735 Millionen Euro zweit- und drittwichtigste Umsatzbringer sind, können sich um 3,8 und 2,8 Prozent verbessern. Das größte Wachstum weist die IKW-Hochrechnung für Weichspüler aus (plus 6,3 Prozent). Raumdüfte setzen mit 1,5 Prozent mehr Umsatz den Aufwärtstrend der letzten zwei Jahre fort. Dagegen sind die Zahlen für Fein- und Spezialwaschmittel, Waschhilfsmittel und Autopflegemittel im Jahresvergleich nicht oder kaum verändert. Lederpflege (minus 0,2 Prozent) und Wohnraumpflege (minus 2,8 Prozent) notieren mit niedrigeren Werten als 2015.
Dr. Rüdiger Mittendorff, Vorsitzender des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW) in Frankfurt erklärt: „Allein während der vergangenen zehn Jahre konnten die IKW-Mitglieder rund 18 Prozent Wachstum erzielen. Hinter dieser nüchternen Zahl steht die erfolgreiche Arbeit von ca. 50.000 Mitarbeitern, deren wirtschaftliche Leistung Verbraucher täglich mit ihren Kaufentscheidungen bestätigen.“
Mit Blick auf das Jahr 2017 sind die Mitgliedsunternehmen des IKW optimistisch, die positive Entwicklung fortschreiben zu können, wie das IKW-Branchen-Barometer zeigt: 65 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen beurteilen die zukünftige Marktentwicklung als gut oder sehr gut. 63 Prozent planen Einstellungen oder haben sie bereits getätigt und über 70 Prozent planen Investitionen oder haben diese bereits durchgeführt.
Insgesamt erwartet der IKW für 2017 in den Bereichen Schönheitspflegemittel und Haushaltspflegemittel eine weitere positive Entwicklung um zwei Prozent.
Über den IKW
Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 1968 gegründet. Er vertritt auf nationaler und europäischer Ebene die Interessen von mehr als 400 Unternehmen aus den Bereichen Schönheits- und Haushaltspflege. Mit einem Umsatz von fast 18 Mrd. Euro decken die Mitgliedsunternehmen ca. 95 Prozent des Marktes ab und beschäftigen ca. 50.000 Arbeitnehmer. Der IKW ist bei wissenschaftlichen, regulatorischen oder wirtschaftlichen Themen Ansprechpartner für seine Mitgliedsfirmen, Ministerien, Behörden, Verbraucher, Institutionen und Verbände sowie für die Medien. Er beantwortet Fragen zu Haut- und Haarpflege, Schönheit und Selbstwert sowie Hygiene und Reinigung.
* Die Zahlen sind eine Hochrechnung des IKW, Marktgrößen zu Endverbraucherpreisen. Auf Basis von Daten Januar bis September 2016 von IRI Information Resources GmbH und Mitgliederinformationen